Die europäischen Gesellschaften werden durch den demografischen Trend der nächsten Jahrzehnte verändert. Das hat Auswirkungen auf das Sparverhalten, die Vermögensanlage sowie das zukünftige Wirtschaftswachstum.
Die Bevölkerungspyramide wird durch die hohe Lebenserwartung und die niedrige Geburtenrate auf den Kopf gestellt, was auch die Rentenerwartung der Generationen beeinflusst. Statistisch gesehen kommt in Deutschland ein Kind auf eine Familie. Schon heute sind die Sozialsysteme völlig überlastet und weitere erhebliche Einschnitte sehr wahrscheinlich. Europa verfügt jedoch über die Instrumente dem Rückgang des Wirtschaftswachstums und des Lebensstandards Einhalt zu gebieten:
- großer bestehender Vermögensstock, der zwar nicht optimal angelegt ist, aber zu großem Teil an folgende Generationen weitergegeben wird
- ältere europäische Generationen können derzeit noch auf hohe Renten sowie andere Vermögenswerte zurückgreifen und weiterhin sparen
- in den nächsten 25 Jahren beginnen ältere Generationen damit, ihr Vermögen zu entsparen (Vorteil für Konsum und Wirtschaft)
- Verhinderung eines zu starken Absinkens der Sparquote durch Sparanstrengungen der jüngeren Generation.
Geburtsjahrgänge |
Was die Generationen zu erwarten haben. |
1920 – 1940 |
hohe gesetzliche Renten; selbst im Alter hohe Sparquote; Vermögensübertragung |
1940 – 2000 |
gute gesetzliche Renten durch Reformen bedroht; mittel- bzw. langfristige Perspektive für hohe Sparquote; zunehmendes Wegfallen der Familie als Pfleger im Alter; sinkende Sparquote im Alter |
2000 – 2040 |
geringe eigene gesetzliche Rente; hohe Last durch Versorgung der Rentner; hohe Sparquote in jungen und mittleren Jahren; Entsparen im Alter |